Explosion zerstört Wohnhaus in Rödinghausen

hacklaenderKreisbrandmeister Hackländer bedankt sich bei den Einsatzkräften

Eigentlich hatten sich die Aktiven der Feuerwehr Rödinghausen auf ruhige und besinnliche Weihnachtsfeiertage gefreut. Doch in der Nacht zum 25. Dezember 2011 ereignete sich in der sonst eher beschaulichen Kurgemeinde am Wiehen eine heftige Explosion. Dabei wurde ein Wohnhaus völlig zerstört. Wie durch ein Wunder kam niemand zu Schaden. Kreisbrandmeister Wolfgang Hackländer lobt die Arbeit der zahlreichen Einsatzkräfte, darunter auch viele Helfer von anderen Organisationen. Er berichtet von den Ereignissen vor Ort:



Das Unglück ereignete sich gegen 3.29 Uhr  im Ortsteil Rödinghausen. Durch eine ohrenbetäubende Explosion wurde das Wohnhaus an der Parkstraße völlig zerstört. Die Trümmer standen anschließend im Vollbrand.


Um 3.31 Uhr löste die Kreisfeuerwehrzentrale Alarm aus. Über 200 Wehrleute aus Rödinghausen, Bünde und Hiddenhausen sowie die Kräfte der Kreiseinsatzleitung und anderen Hilfsorganisationen wurden in Marsch gesetzt. Vor Ort bot sich den Einsatzkräften ein erschreckendes Bild. Das eingestürzte Haus wurde von 16 Personen bewohnt. Bis zum frühen Vormittag quälte die Helfer die Ungewissheit: Sollten sich diese Menschen noch unter den Gebäudetrümmern befinden? Diese Vermutung bestätigte sich zum Glück nicht. Alle Bewohner waren über die Weihnachtsfeiertage verreist, so stellte sich heraus.


Das Zusammenspiel der  Wehrleute aus Rödinghausen, Bünde und Hiddenhausen klappte reibungslos. Unterstützung kam vom Technischen Hilfswerk (THW) aus dem Kreis Herford und aus Münster. Deren Mannschaften waren mit schwerem Gerät angerückt, um die Trümmer bei Seite zu räumen. Sowohl der Lösch-, als auch der Bergungseinsatz liefen sehr besonnen und professionell ab. Währenddessen kam die Kreiseinsatzleitung in der Feuerwehrzentrale in Hiddenhausen-Eilshausen zusammen. Ein weiterer Teil dieser Einheit nahm direkt an der Unglücksstelle die Arbeit auf. Die Unterstützung der örtlichen Einsatzleitung hat sich auch diesmal als sehr effektiv und erfolgreich erwiesen. Bei solch großen und unübersichtlichen Schadenslagen kann darauf auch künftig nicht verzichtet werden.


Aufgrund der unklaren Einsatzlage hatte die Feuerwehrleitstelle ebenfalls ein Großaufgebot des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Johanniter-Unfallhilfe nach Rödinghausen beordert. Für das Rettungsdienstpersonal galt die zweithöchste Alarmierungsstufe (Massenanfall von Verletzten Stufe 2 oder kurz MANV 2).


Ich möchte mich auch im Namen von Einsatzleiter Rudi Altehoff bei allen Einsatzkräften bedanken. Die Zusammenarbeit hat hervorragend geklappt.


Mein ganz persönlicher Dank gilt den Aktiven der Feuerwehr Rödinghausen und den Helfern  des THW, die teilweise noch am 2. Weihnachtsfeiertag mit Aufräum- und Sicherungsmaßnahmen beschäftigt waren.


Das schlimme Explosionsunglück in Rödinghausen und einige weitere größere Einsätze - ich erinnere an die Großbrände in Bünde, Vlotho, Porta-Westfalica und im Naturschutzgebiet Hohes Venn - haben wir in diesem Jahr gemeinsam mit Erfolg bewältigen können. Gerade deshalb bleibt zu hoffen, dass der Jahreswechsel jetzt ohne all zuviel  Einsatzstress abläuft. Ich bedanke mich auf diesem Wege für die geleistete Arbeit im Jahr 2011. Allen Kameraden/innen einen guten Rutsch in das Jahr 2012. Ich wünsche uns allen auch im nächsten Jahr Gesundheit, Zufriedenheit und Erfolg.

Kameradschaftliche Grüße
Wolfgang Hackländer
Kreisbrandmeister

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