Feuer- und Katastrophenschutzmedaille für die "Tapfersten" - Leistungen werden künftig stärker gewürdigt

Feuer- und Katastrophenschutzmedaille für die "Tapfersten" - Leistungen werden künftig stärker gewürdigt

Düsseldorf. Das „Gesetz über die Stiftung von Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Ehrenzeichen“ (FwKatsEG-NRW) wird weiterentwickelt. Das hat die  Landesregierung noch vor der Sommerpause 2015 beschlossen. Künftig sollen außergewöhnliche, solidarische Hilfeleistungen aller Einsatzkräfte einheitlich gewürdigt werden.

Kommt es zu einer großen Schadenslage oder gar Katastrophe, wie zuletzt durch den Gewittersturm „Ela“ im Frühsommer 2014, dann sind die Rettungskräfte der Feuerwehr und übrigen Hilfsorganisationen in NRW von unschätzbarem Wert. Sie können in Zukunft durch den Innenminister mit der neuen Feuer- und Katastrophenschutzmedaille geehrt werden. Naturereignisse, die große Schäden hinterlassen, sind nur mit einer groß angelegten, überörtlichen und solidarischen Hilfe zu bewältigen, meinte NRW-Innenminister Ralf Jäger in Düsseldorf. „Das verdient unsere Anerkennung!“ Durch das modernisierte Gesetz sollen die Verdienste aus dem Brand- und Katastrophenschutz gemeinsam gewürdigt werden. Für die Feuerwehr und die weiteren Organisationen im Katastrophenschutz wird es damit erstmalig ein Ehrenzeichen mit einem einheitlichen Erscheinungsbild geben.  
Außerdem ist künftig ein neues Ehrenzeichen für Feuerwehrleute vorgesehen, die 50 Jahre aktiven Dienst geleistet haben. Der Hintergrund: Im NRW-Projekt „Feuerwehrensache“ wird gerade erprobt, ob sich Feuerwehrangehörige auch über das Alter von 63 Jahren hinaus aktiv am Feuerwehrdienst beteiligen dürfen. Eine Änderung der Laufbahnverordnung gilt als wahrscheinlich. Ehrenamtliche, die körperlich fit sind, könnten dann bis zu ihrem 65. Lebensjahr am Einsatzgeschehen teilnehmen, wenn sie dies möchten. Unter Einbeziehung der Jugendfeuerwehrzeit, zurzeit gilt in NRW ein Eintrittsalter von 10 Jahren, wäre dann eine aktive Dienstzeit von 50 Jahren problemlos erreichbar. „Wir brauchen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mit Erfahrung“, sagte Innenminister Jäger. Ihre Leistungen würden durch das neue Ehrenzeichen angemessen gewürdigt. (MIK NRW, Redaktion: kfv-herford.de)

-Vo-

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Die Leistungen der Helfer im Katastrophenschutz werden in NRW künftig einheitlich mit der
Feuer- und Katastrophenschutzmedaille gewürdigt. (Foto: Archiv KFV Herford)

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