Carportbrand: Erst der Regen, dann das Feuer - Feuerwehr Kirchlengern stark gefordert

Carportbrand: Erst der Regen, dann das Feuer - Feuerwehr Kirchlengern stark gefordert

Kirchlengern. Die Feuerwehr Kirchlengern kommt in diesen Tagen nicht zur Ruhe. Zunächst waren die Aktiven pausenlos im Unwettereinsatz. In der Nacht zu Samstag (4.06.2016) löste die Leitstelle erneut Großalarm aus. Am Herbstweg stand ein Carport in Flammen.
 
Als die ersten Einsatzkräfte der Löschgruppe Südlengern gegen Mitternacht in dem Neubaugebiet oberhalb der Elsestraße eintrafen, brannte der hölzerne Unterstand schon lichterloh. Das Feuer hatte bereits die Hausfassade erfasst. Für die Bewohner des Einfamilienhauses bestand zu diesem Zeitpunkt keine Gefahr mehr, da sie das Gebäude bereits verlassen hatten. Auch waren die Fahrzeuge unter dem massiven Doppelcarport rechtzeitig entfernt worden.
Wehrführer Frank Rieke berichtete, dass umgehend weitere Kräfte nachgefordert worden seien. Alle vier Löschgruppen der Elsegemeinde rückten daraufhin aus. Zur Verstärkung orderte Rieke zusätzlich das Tanklöschfahrzeug 4000 (TLF 4000) und die Drehleiter 23/12 (DLK 23/12) aus Hiddenhausen. Das Feuer fand reichlich Nahrung. Es fraß sich durch die Wärmedämmung der Außenfassade Richtung First. Die Feuerwehrleute leiteten sofort massive Löschmaßnahmen ein. Die Verbindungstür zwischen Carport und Wohnhaus brannte dennoch durch. Rauch drang in die Wohnräume. Ein Fenster im Obergeschoss zersplitterte unter der extremen Hitze. Probleme bereitete außerdem die Strahlungswärme, da in dem Neubaugebiet die Häuser sehr eng nebeneinander stehen. Die Einsatzkräfte verhinderten durch Riegelstellungen, dass der Brand auf die Nachbargebäude übergriff. Trotz dieser Maßnahmen richtete das Feuer weitere Schäden an. An einem nebenstehenden Haus zerschmolz die Kunststoffverkleidung des Dachüberstandes und beim Nachbarn auf der anderen Straßenseite weichten die Kunststoffrollläden auf.
Das Carport brannte trotz des schnellen Feuerwehreinsatzes komplett aus. Viel schlimmer wiegt, dass die Wohnung im Erdgeschoss wegen der starken Verrußung nicht mehr nutzbar ist. Die Kriminalpolizei nahm direkt nach den Löscharbeiten die Ermittlungen zur Brandursache auf. Insgesamt waren etwa 60 Feuerwehrleute im Einsatz. Die letzten Kräfte rückten gegen kurz vor vier Uhr ab. (Redaktion: kfv-herford.de)

-Vo-

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Am Herbstweg stand in der Nacht zu Samstag ein Carport in Flammen. (Foto: KFV Herford)

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Durch den Brand wurde die Fassade des Wohnhauses ebenfalls
stark in Mitleidenschaft gezogen. (Foto: KFV Herford)

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An einem Nachbarhaus zerschmolz die Kunststoffverkleidung des Dachüberstandes
unter der extremen Strahlungswärme, während … (Foto: KFV Herford)

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… beim Nachbarn auf der anderen Straßenseite die Kunststoffrollläden aufweichten. (Foto: KFV Herford)

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