Neue Beschaffungsserie für den Zivilschutz

Neue Beschaffungsserie für den Zivilschutz - Die ersten acht LF 16-KatS sind eingetroffen.


Bonn/Berlin. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)  und der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) arbeiten künftig noch enger zusammen. Konkret geht es um die Modernisierung der Einsatzfahrzeuge für den Zivilschutz. Der Bund hat zwischenzeitlich 55 zusätzliche Löschgruppenfahrzeuge 16 für den Katastrophenschutz (LF 16-KatS) in Auftrag gegeben. Doch das reicht bei weitem nicht aus.

Die ersten acht Einsatzfahrzeuge der neuen Beschaffungsserie sind Anfang Oktober 2016 im Bestückungslager des BBK in Bonn-Dransdorf eingetroffen. Sie werden derzeit mit der notwendigen Feuerwehrausrüstung versehen und für die Übergabe an die Länder vorbereitet. Die Auslieferung der Fahrzeuge soll noch in diesem Jahr erfolgen.  47 weitere LF 16-KatS werden in den kommenden Monaten aus einer bestehen Option mit dem Feuerwehrausrüster Ziegler abgerufen. Sie entsprechen der Beschaffungsserie von 26 Fahrzeugen, die der Bund bereits im Jahr 2015 an die Länder weitergegeben hatte.  Trotz aller Bemühungen: Die Fahrzeugflotte für den Zivilschutz ist weiterhin überaltert. Alleine mehr als 300 von 775 Löschgruppenfahrzeugen der Brandschutzkomponente sind älter als 25 Jahre. Eigentlich sind in diesem Bereich 955 Fahrzeuge vorgesehen. Ein Teil der Autos wurde aber bereits ohne Ersatzbeschaffungen ausgemustert.  Unter Zivilschutz versteht man in Deutschland alle nicht-militärischen Maßnahmen im Verteidigungs- oder Spannungsfall, die dem Schutz der Bevölkerung sowie zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur dienen. Die vom Bund bereitgestellten Feuerwehrfahrzeuge, wie das LF 16-KatS, sind  aber auch für den Katastrophenfall unverzichtbar. 

 

Hochwertige Technik und umfangreiche Ausrüstung

Die Löschgruppenfahrzeuge der neuen Beschaffungsserie werden von Feuerwehrausrüster Ziegler auf einem Mercedes-Benz-Fahrgestell (Typ Atego 1323 AF) aufgebaut. Sie verfügen über einen dreiteiligen Gerätekofferaufbau in Alu-Paneel-Bauweise („Alpas“)  sowie eine besonders geräumige Mannschaftskabine („Z-Cab“). Dank permanentem Allradantrieb, entsprechender Bodenfreiheit und Bereifung können Gewässer von bis zu 65 Zentimetern Tiefe problemlos durchfahren werden.  Ein automatisiertes Getriebe mit „Feuerwehrmodus“ ist ebenso vorhanden. Ausgestattet sind die Fahrzeuge mit einer eingebauten Fahrzeugpumpe  (Förderleistung: 2.000 Liter pro Minute bei zehn Bar Ausgangsdruck), einem Löschmittelbehälter mit 1.000 Litern Inhalt sowie der Normbeladung eines LF 20-KatS. Es ist genügend Material an Bord, um eine Löschwasserförderung über lange Wegstrecken aufzubauen. Neben einer Tragkraftspritze mit einer Förderleistung von über 1.500 Litern pro Minute sind 600 Meter B-Schläuche vorhanden, die teilweise bereits  während der Fahrt verlegt werden können. Zur weiteren Ausrüstung gehören Lichtmast, Umfeldbeleuchtung, Stromerzeuger und Atemschutzgeräte. Zur Kommunikation werden sowohl analoges als auch  digitales Fahrzeugfunkgerät und digitale Handfunkgeräte mitgeliefert.  

 

DFV-Präsident besucht BBK-Präsident in Bonn

DFV-Präsident Hartmut Ziebs hatte bereits im Juni 2016 das Bestückungslager des BBK in Bonn-Dransdorf besucht. Vor Ort konnte sich Ziebs im Beisein von BBK-Präsident Christoph Unger ein Bild von der aktuellen Auslieferung der Schlauchwagen für den Katastrophenschutz (SW-KatS) machen. Die Fahrzeuge sind Teil einer weiteren Beschaffungsmaßnahme von derzeit insgesamt 119 SW-KatS, die der Bund den Ländern zur Verfügung stellen will. Unger betonte die gute Zusammenarbeit: „Der DFV und das BBK werden zukünftig noch intensiver zusammenarbeiten, um den Herausforderungen an den Bevölkerungsschutz gerecht werden zu können!“ (Quelle: BBK, DFV, Redaktion: kfv-herford.de)


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Die ersten acht von insgesamt 55 Löschgruppenfahrzeugen 16 für den Katastrophenschutz
(LF 16-KatS) sind im Bestückungslager des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und

       Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn-Dransdorf eingetroffen. Sie sollen noch in diesem Jahr
       auf die Bundesländer verteilt werden. (Foto: BBK/Lechner) 

 

DFV-Präsident Hartmut Ziebs (l) und BBK-Präsident Christoph Unger trafen sich in Bonn.
       Sie wollen künftig noch enger zusammenarbeiten. (Foto: BBK/Lechner)

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