Viel Hitze und wenig Schnee

Viel Hitze und wenig Schnee
- Folgen des Klimawandels bedrohen Menschen, Natur und Infrastruktur

 

Düsseldorf. Starkregenfälle, Stürme und Hitzewellen nehmen in den nächsten Jahren weiter zu. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommt der zweite Klimawandel-Bericht, den NRW-Umweltminister Johannes Remmel am Montag (7.11.2016) in Düsseldorf vorgestellt hat. Die Helfer von Feuerwehr und Rettungsdienst werden dadurch wohl noch stärker als bisher gefordert.  

 

„Der Klimawandel ist in NRW angekommen“, sagte der Minister.  Er mahnte zugleich stärkere Anstrengungen für den Klimaschutz an. Der erste Klimawandel-Bericht wurde 2010 vorgelegt und wird nun fortgeschrieben. Die Wetteraufzeichnungen reichen bis in das Jahr 1881 zurück. Und in all der Zeit war es nie so warm wie 2014. Überhaupt lagen von den 20 wärmsten Jahren elf im 21. Jahrhundert. Der  Präsident des Landesumweltamtes, Dr. Thomas Delschen,  warnte: „Die Folgen stellen eine Belastung für die Menschen dar und gefährden unsere Infrastruktur!“ Allein das Starkregen-Unwetter 2014 in Münster hat nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) einen Sachschaden von rund 200 Millionen Euro verursacht. 30.000 Schadensmeldungen gingen damals ein.  

Die durchschnittliche Jahresmitteltemperatur hat sich zwischen Rhein und Weser seit Beginn der Wetteraufzeichnungen um 1,4 Grad Celsius erhöht. Es schneit weniger, dafür regnet es immer öfter und heftiger. So gibt es am Kahlen Asten mittlerweile 25 Schneetage weniger, als noch im Jahr 1955. Gleichzeitig ist der mittlere Jahres-Niederschlag seit 1881 um 14 Prozent gestiegen. Die Temperaturzunahme trifft vor allem die dicht besiedelten Ballungsgebiete. Daher sei es wichtig, bereits heute bei städtischen Planungsprozessen den Klimawandel zu berücksichtigen, sagte Delschen. Ein „Weiter-so“ hätte auch für die NRW-Wälder schlimme Auswirkungen. Stürme würden immer häufiger hohe Schäden verursachen und den Holzmarkt in Mitleidenschaft ziehen.

NRW hat bereits 2013 einen Klimaschutzplan auf den Weg gebracht, der 154 Maßnahmen enthält. Johannes Remmel: „Wir wollen damit weitere Möglichkeiten schaffen, um den Klimaschutz in NRW voranzubringen!“ (Umweltministerium NRW, Redaktion: kfv-herford.de)

 

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 Durch den fortschreitenden Klimawandel werden Stürme und Starkregenereignisse immer häufiger vorkommen. (Foto: Redaktion: kfv-herford.de/Archiv)

 

Die Fotos entstanden im Jahr 2014 beim Einsatz der Bezirksreserve in Mülheim/Ruhr. (Foto: Redaktion: kfv-herford.de/Archiv)

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