Wenn nicht wir, wer dann?

Auftaktveranstaltung zur Imagekampagne des NRW-Katastrophenschutzes

1618661381828 01 hauptmotivgruppe 1 1 posting 0Düsseldorf/Kreis Herford. Die Feuerwehrleute und Helfer der übrigen Hilfsorganisationen leisten Großartiges. In der Bevölkerung ist dieser ehrenamtlich geleistete Einsatz allerdings viel zu wenig bekannt. Das soll sich nun ändern. Am Samstag (17.04.2021) startete die Imagekampagne des NRW-Katastrophenschutzes unter dem Motto „WENN NICHT WIR, WER DANN?“. Ziel ist es, die rund 100.000 Ehrenamtlichen in ihrer Arbeit zu bestärken und neue Mitglieder für ein Ehrenamt im Katastrophenschutz zu begeistern. „Ohne Freiwillige geht es nicht“, sagte Innenminister Herbert Reul während der Kick-off-Veranstaltung in Düsseldorf, die als Livestream im Internet übertragen wurde.

Mit 1.600 Plakaten, die in den kommenden Monaten in 350 Kommunen zu sehen sein werden, wirbt das NRW-Innenministerium für mehr Ehrenamt im Katastrophenschutz. Die Plakatkampagne ist Auftakt einer seit September 2020 laufenden landesweiten Image-Strategie zur Stärkung des Ehrenamtes. Profitieren sollen davon die Freiwilligen Feuerwehren, aber auch Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst und Technisches Hilfswerk. Das Hauptmotiv der Plakatkampagne zeigt ein siebenköpfiges Team des NRW-Katastrophenschutzes, das jung, dynamisch und hochmotiviert wirkt. „Auf den Bildern sehen Sie keine Models oder Schauspieler, sondern ehrenamtliche Katastrophenschützerinnen und Katastrophenschützer aus dem echten Leben“, sagte Reul. Die zentrale Textbotschaft der neuen Image-Strategie ist ebenso prägnant: „Wer kommt, wenn nichts mehr geht? Wenn nicht wir, wer dann?“ Der Innenminister zeigte sich davon überzeugt, dass die Plakate das Ehrenamt im Katastrophenschutz in der Öffentlichkeit sichtbarer machen werden. 279 Ehrenamtliche haben sich darüber hinaus bereit erklärt, die Kampagne als Botschafter zu unterstützen und die Menschen vor Ort für den NRW-Katastrophenschutz zu begeistern. Bewerbungen als Kampagnenbotschafter sind weiterhin möglich. Clarissa bzw. Clari, bekannt aus der „Sendung mit der Maus“, ist ebenfalls mit dabei. Sie tourt mit dem Katastrophenschutzmobil „Ernst“, einem alten Tragkraftspritzenfahrzeug, durchs Land, um unter anderem hinter die Kulissen der Feuerwehr zu schauen.

0166 katastrophenschutz presse klein 0Innenminister Herbert Reul stellte in Düsseldorf das erste Plakatmotiv der Imagekampagne für mehr Ehrenamt im NRW-Katastrophenschutz vor (Foto: IM NRW)

1618661381828 01 hauptmotivgruppe 1 1 posting 0Es zeigt ein gemeinsames Team der Feuerwehr und aller großen Hilfsorganisationen.
(Foto: IM NRW)

Wertschätzung ist sozialer Klebstoff, der die Motivation steigert

Anja Backhaus, Radio- und Fernsehmoderatorin, führte durch den Livestream, der aus Düsseldorf übertragen wurde. Sie erinnerte an die Umfrage, die vor einigen Monaten in allen sieben Organisationen des Katastrophenschutzes durchgeführt worden war. Dabei sei ein Aspekt ganz besonders hervorgetreten: „Euch ist es wichtig, wertgeschätzt zu werden!“ Vielen Menschen seien die Leistungen des Ehrenamtes gar nicht bewusst. Das werde sich nun ändern, meinte Backhaus. „Die Öffentlichkeit wird erfahren, wer Ihr seid und was Ihr macht!“
Daniel Menne (40) von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft aus Brakel und Nelly Herbort (18), die sich im Malteser Hilfsdienst Neuss engagiert, zählen zu den Gesichtern der Kampagne. Sie berichteten vor der Kamera über ihre Arbeit. Wertschätzung beginne im Kleinen, wenn ich den Kindern das Schwimmen beibringe und die Eltern sich darüber freuen. Sie ende im Großen, wie beim Elbehochwasser im Jahr 2013, wo die DLRG-Helfer mehrere Tage im Einsatz waren. „Als wir damals nach Hause gefahren sind, hingen überall Schilder mit der Aufschrift: Danke, dass Ihr da wart!“ Menne ist ausgebildeter Strömungsretter. Er fühle sich nach einem Einsatz aber nicht als Held. „Wir haben eine gute Ausrüstung und Ausbildung. Das Risiko ist dadurch kalkulierbar.“ Seine Einschätzung gilt wohl für alle Helfer im Katastrophenschutz. Wertschätzung und Anerkennung tragen ganz wesentlich zu einer hohen Motivation bei. Wirtschaftspsychologe und Fachbuchautor Dr. Carl Naughton bezeichnete sie während des Livestreams als sozialen Klebstoff. Mittlerweile sei es für viele Menschen selbstverständlich, dass rund um die Uhr Hilfe zur Verfügung stehe. Es gelte das Motto nicht kritisiert ist genügend gelobt. „Wir müssen Wertschätzung eigentlich wieder neu lernen“, meinte Naughton.

Das Referat 35 des NRW-Innenministeriums ist für die Stärkung des Ehrenamtes im Brand- und Katastrophenschutz zuständig. Mitarbeiterin Alexandra Ehmann erinnerte während des Livestreams an die weiteren Veranstaltungen, die vom Referat organisiert werden, wie den Katastrophenschutztag (26.06.2021) und Tag des Ehrenamts (5.12.2021).

Von Jens Vogelsang

 

 

Bild1DLRG-Helfer Daniel Menne schildert Moderatorin Anja Backhaus, was ein Ehrenamt im Katastrophenschutz so besonders macht.

Bild2Nelly Herbort von den Maltesern aus Neuss ist ein weiteres „Gesicht der Kampagne“.

Bild3Wirtschaftspsychologe und Fachbuchautor Dr. Carl Naughton liefert zum Thema Wertschätzung wissenschaftliche Erklärungen.

DSC 0261Ein einfaches „Dankeschön“ ist ein großes Zeichen der Wertschätzung. Das Foto entstand beim Elbehochwasser 2013 in Schönebeck b. Magdeburg.
(Foto: Archiv Redaktion: kfv-herford.de)

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