Feuerwerkskörper sind "Sprengstoff"

Sicherheitstipps des Kreisfeuerwehrverbandes Herford zum Jahreswechsel

Kreis Herford. Wer das neue Jahr laut und farbenprächtig begrüßen möchte, der kann sich seit Samstag (28.12.2019) mit Böllern und Raketen eindecken. Der Kreisfeuerwehrverband Herford mahnt aber zur Vorsicht; denn durch das unvorsichtige Hantieren mit Pyrotechnik passieren Jahr für Jahr schlimme Unfälle. Verbrennungen, Augenverletzungen und Hörschäden sind die Folgen.  „Hinzu kommen brennende Wohnungen durch verirrte Raketen, zerstörte Fußbodenbeläge durch Knallfrösche und zerbeulte Autos durch Feuerwerkskörper“, sagt Kreisbrandmeister Bernd Kröger.

Er warnt vor dem Kauf von Pyrotechnik im Internet. Neben seriösen Händlern gebe es im Netz dubiose Anbieter, die ihren Sitz meist im Ausland hätten und verbotene, extrem gefährliche Feuerwerkskörper verkauften. Für Laien sei das aber nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Wer nicht aufpasse, hole sich per Mausklick hochgefährliche, illegale Explosivstoffe ins Haus, sagt Kröger. „Ich empfehle, nur geprüftes Feuerwerk zu kaufen und  die Gebrauchsanleitung vorher gründlich zu lesen!“ Zu erkennen sei das  an der  Registriernummer und dem CE-Zeichen in Verbindung mit der Kennnummer der Prüfstelle sowie der deutschsprachigen Gebrauchsanleitung. Der Kreisbrandmeister rät dazu, nach dem Anzünden einen ausreichenden Sicherheitsabstand von mindestens acht Metern einzuhalten. „Werfen Sie die Feuerwerkskörper nicht blindlings weg, zielen Sie damit niemals auf Menschen und zünden Sie Blindgänger auf keinen Fall erneut an!“

 

Der Kreisfeuerwehrverband warnt vor illegaler Pyrotechnik und gibt Tipps zur sicheren Handhabung von Böllern und Raketen.
(Foto: valentin.de, Flickr)

 

Geprüftes Feuerwerk ist gekennzeichnet mit einer Registrierungsnummer und dem CE-Zeichen.
(Quelle: BAM, Berlin)

 

Die Erfahrungen der Feuerwehr haben gezeigt, dass vor allem Balkone und Terrassen in der Silvesternacht gefährdet sind. Hier sammeln sich im Winter oft viele Dinge an. Man plant sie beim Frühjahrsputz zu entsorgen oder im Sommer wieder in den Garten zu stellen. Kröger warnt: „Wenn Balkone und Terrassen vollgestellt sind, erhöht sich die Brandlast extrem!“ Besonders leicht entzündliche Materialien, wie Altpapier oder der trockene Weihnachtsbaum, sollten in der Silvesternacht nicht draußen gelagert werden. „Sie könnten durch eine verirrte Rakete oder einen fehlgeleiteten Knaller Feuer fangen!“ Brennt der Hausrat im Außenbereich erst einmal lichterloh, ist schnell die komplette Wohnung betroffen. Der Feuerwehrchef rät, alles Brennbare von Balkonen und Terrassen zu entfernen und auch die Mülltonnen samt „gelben Säcken“ rechtzeitig aus der Gefahrenzone zu bringen.  „Halten Sie Fenster und Türen in der Silvesternacht unbedingt geschlossen!“

Im Notfall sollten eigene Löschversuche nur dann unternommen werden, wenn dies noch ohne Eigengefährdung möglich ist. Ansonsten gilt: „Die Feuerwehr über die Notrufnummer 112 verständigen  und die  Wohnung mit allen Personen verlassen!“                                                                                                          

 

Das Wichtigste noch einmal in Kürze:

 

 

                                                                                                                                            -Vo-