Menschenrettung bei Nullsicht!

Feuerwehr Rödinghausen probt den Ernstfall

image002Rödinghausen. Bei einem Wohnungsbrand zählt jede Minute - besonders dann, wenn „Menschenleben in Gefahr“ sind. Damit im Notfall der Rettungs- und Löscheinsatz „wie am Schnürchen“ klappt, müssen die Einsatzkräfte immer wieder hart trainieren. Die Aktiven der Feuerwehr Rödinghausen haben erst kürzlich den Innenangriff unter realitätsnahen Bedingungen geprobt. Sie rückten am Samstagvormittag (23.10.2021) zeitgleich zu den Grundschulen in den Ortsteilen Rödinghausen und Bieren aus, wo es zu „Zimmerbränden gekommen war“. Bürgermeister Siegfried Lux zählte zu den interessierten Besuchern des Aktionstags. Er überzeugte sich vor Ort von der hohen Motivation und dem guten Ausbildungsstand der ehrenamtlichen Feuerwehrleute, die unter Leitung von Gemeindebrandmeister Marcel Breitenfeld stehen.

Rauch dringt durch die Fenster, Einsatzfahrzeuge stehen mit Blaulicht auf dem Hof und voll ausgerüstete Feuerwehrleute machen sich unter Atemschutz auf den Weg in das Gebäude, um eine vermisste Person zu retten. Wer am vergangenen Samstagmorgen an einer der alten Grundschulen in Bieren oder Rödinghausen vorbeikam, vermutete sicherlich Schlimmeres. Doch trotz großem Aufgebot - gut 40 freiwillige Feuerwehrleute der Löschgruppen Bieren, Rödinghausen, Schwenningdorf und des Löschzugs Kilver waren im Einsatz – gaben die Verantwortlichen schnell Entwarnung. Der Einsatz stellte sich als Übung und Teil des 1. Aktionstags der Feuerwehr Rödinghausen heraus.

image001Die Feuerwehr Rödinghausen trainiert bei ihrem 1. Aktionstag den Innenangriff.
Durch das verrauchte Treppenhaus geht es zum „Zimmerbrand“.
(Foto: Feuerwehr Rödinghausen)

 

image002Die Feuerwehrleute bereiten sich unmittelbar an der Rauchgrenze auf ihren Einsatz bei „Nullsicht“ vor.
(Foto: Feuerwehr Rödinghausen)

 

Einheitliches Vorgehen trainiert

Eigentlich war im Oktober ein Übungstag auf dem Außengelände des Instituts der Feuerwehr NRW (IdF NRW) in Münster-Handorf geplant. Doch das IdF hatte den Termin kurzfristig abgesagt. So organisierten Wehrführer Marcel Breitenfeld und das Ausbilderteam kurzerhand selber das passende Umfeld, um den Innenangriff realitätsnah zu üben. Teile der Grundschulen in Rödinghausen und Bieren wurden für den Aktionstag wie normale Wohnungen hergerichtet. Mit Heizstrahlern, Blitzleuchten und Nebelmaschinen simulierten die Organisatoren Feuer und Rauch. Als Bewohner der „Behausungen“ fungierten zwei lebensgroße Puppen mit einem Gewicht von 75 und 100 Kilogramm. „Wir haben versucht, die Brände an den beiden Standorten so realistisch wie möglich aussehen zu lassen“, erklärte Breitenfeld. Zunächst stand für die Aktiven „taktischer Unterricht“ auf dem Programm. Dann rückten die Löschgruppe Bieren und der Löschzug Kilver zur Grundschule Rödinghausen aus, während es für die Löschgruppen Rödinghausen und Schwenningdorf zur Grundschule Bieren ging. Vor Ort stand die Menschenrettung im Vordergrund. Die Angriffstrupps versuchten bei „Nullsicht“ möglichst schnell und effizient zu den „vermissten Hausbewohnern“ vorzudringen und dabei das Feuer „im Auge zu behalten“, um sich nicht selbst unnötig in Gefahr zu bringen. „Wir haben unsere Leute richtig unter Stress gesetzt und ihnen einiges abverlangt“, meinte Breitenfeld. Die Handhabung des Schlauchpakets, das Schlauchmanagement und die Rauchgaskühlung zählten zu den weiteren Schwerpunkten des Aktionstags. Der Feuerwehrchef erläuterte das Ziel der Übungen: „Alle Feuerwehreinheiten der Gemeinde sollen bei einem Wohnungsbrand möglichst einheitlich vorgehen!“


Psychischer und physischer Druck war zu spüren

Rödinghausens Bürgermeister Siegfried Lux hatte viel Zeit für „seine“ Feuerwehrleute mitgebracht. Gemeinsam mit Geschäftsbereichsleiter Daniel Müller hatte er das Übungsgeschehen den ganzen Vormittag hindurch mit verfolgt. Er zollte den Brandschützern anschließend großen Respekt: „Der psychische und physische Belastungsdruck, unter dem ihr im wirklichen Einsatz steht, ist bei den Übungen zu spüren gewesen.“ Der Tag habe allen beteiligten Feuerwehrleuten ein hohes Maß an körperlicher Ausdauer abverlangt, meinte der Bürgermeister. „Dabei hieß es, Ruhe und Disziplin zu bewahren, das Erlernte umzusetzen und die vertrauten Handgriffe sicher und zielgerichtet einzusetzen.“
Im Anschluss setzten sich die Gruppen zusammen, um ihre Beobachtungen und Erkenntnisse des 1. Aktionstags zu besprechen und daraus zu lernen. Denn beim nächsten Mal, wenn wieder Rauch aus dem Fenster dringt, Martinshörner ertönen und die Atemschutzausrüstung angelegt werden muss, könnte es wirklich um Leben und Tod gehen!

(Pressemitteilung: Feuerwehr Rödinghausen)

 

image003Bürgermeister Siegfried Lux (r) informiert sich vor Ort und weiß einmal mehr,
dass die Bürger der Gemeinde sich auf ihre Feuerwehrleute verlassen können.
(Foto: Feuerwehr Rödinghausen)

 

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