Bundesweiter Rauchmeldertag am 13. Februar 2026
Kreis Herford. Am Freitag, dem 13. ist bundesweiter Rauchmeldertag. Die kleinen Warngeräte können bei einem Wohnungsbrand echte Lebensretter sein. Mittlerweile gilt in allen 16 Bundesländern eine Rauchmelderpflicht und zwar für vermieteten, wie auch für selbstgenutzten Wohnraum. Doch noch immer sind die Melder längst nicht in jedem Haushalt vorhanden. Der Kreisfeuerwehrverband Herford warnt vor den Folgen: Gefährlich sei nicht nur das Feuer, sondern vor allem der dabei entstehende Brandrauch, so Kreisbrandmeister Bernd Kröger, Vorsitzender des Verbandes. „Wenige Atemzüge können ausreichen, um zur Bewusstlosigkeit zu führen.“
Nach Erkenntnissen der Initiative „Rauchmelder retten Leben“, die den Rauchmeldertag im Jahr 2006 ins Leben gerufen hat, ist die Zahl der Brandtoten seit der Einführung der Rauchmelderpflicht in allen Bundesländern zurückgegangen. Untersuchungen belegen: In Deutschland retten die Warngeräte pro Tag durchschnittlich vier Menschenleben. Doch noch immer gibt es Brandtote zu beklagen. Laut einer Studie aus dem Jahr 2024 kennen nur 77 Prozent der Haus- und Wohnungseigentümer die Rauchmelderpflicht. „Die Zahl zeigt, dass eine kontinuierliche Aufklärung weiterhin wichtig ist“, sagt Kröger.
Schlafzimmer, Kinderzimmer und Flure in Wohnungen, die als Flucht- bzw. Rettungswege dienen, müssen nach den gesetzlichen Vorgaben mit den Warnmeldern gesichert sein. Maximaler Schutz wird erreicht, wenn in jedem Zimmer ein Gerät vorhanden ist. Die Installation erfolgt an der Decke, vorzugsweise in der Raummitte. „Dabei sollte ein Abstand von 50 Zentimetern zu Wänden und Möbeln eingehalten werden“, sagt der Kreisbrandmeister. Der Brandrauch kann dann ungehindert in die Rauchkammer des Gerätes eindringen und den schrillen Warnton auslösen. Laut Brandschadenstatistik haben 48 Prozent der Wohnungsbrände ihren Ursprung in der Küche. „Der Topf, der beim Telefonieren auf dem Herd vergessen wird, zählt zu den klassischen Auslösern“, sagt Kröger. Um diesen Bereich optimal abzusichern, gibt es neben den Rauchmeldern spezielle Herdwächter. „Ist die Hitzeentwicklung zu groß und droht ein Brand, wird automatisch der Herd abgeschaltet.“
Rauchmelder retten Leben: Doch noch immer sind die Geräte längst nicht in jedem Haushalt vorhanden. (Foto: IFS Kiel)
Der Rauchmelder-Test der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2021 macht deutlich, dass viele gute Geräte im (Fach-)Handel günstig zu haben sind. Kröger rät, beim Kauf auf das Qualitätszeichen „Q“ zu achten. „Das ist auf der Verpackung und auf dem Rauchmelder selbst zu finden.“
Handfeuerlöscher bereithalten
Im Übrigen empfiehlt der Feuerwehrchef, dass jeder Haushalt mindestens einen Handfeuerlöscher für den Notfall bereithält, auch wenn das nicht ausdrücklich vorgeschrieben sei. So können Entstehungsbrände schnell gelöscht und Schlimmeres verhindert werden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die heiße Pfanne auf dem Herd in Flammen steht. „Legen Sie einen passenden Deckel darauf, um die Flammen zu ersticken“, sagt Kröger, „und unternehmen Sie auf keinen Fall Löschversuche mit Wasser, um eine Fettexplosion zu vermeiden.“ Sobald durch ein Feuer zu viel Brandrauch entsteht, sollten eigene Löschversuche umgehend gestoppt werden. „Verlassen Sie in diesem Fall schnellstmöglich die Wohnung, bringen Sie sich und andere in Sicherheit und rufen Sie die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112.
Im Kreis Herford verzeichneten die Feuerwehren zuletzt deutlich mehr Brandeinsätze. Die Zahl sei von 555 im Jahr 2024 auf 876 im vergangenen Jahr gestiegen, erklärte der Kreisbrandmeister. Er sprach von einer bedenklichen Entwicklung: „Drei Menschen sind gestorben und mehrere wurden zum Teil schwer verletzt.“ (Redaktion: kfv-herford.de)
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