Trockenheißes Wetter lässt die Brandgefahr steigen!

Kreisfeuerwehrverband mahnt zur Vorsicht

DSC 5227Kreis Herford. Das trockene und heiße Wetter der letzten Tage hat die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden steigen lassen. Mittlerweile gilt im Kreis Herford, wie fast überall im Lande, die „Feuergefährdungsstufe 4“ (hohe Gefahr). Der Kreisfeuerwehrverband mahnt deshalb zur Vorsicht. „Vermeiden Sie unter allen Umständen offenes Feuer“, sagt Kreisbrandmeister Bernd Kröger.

Der Grasland-Feuerindex (GLFI) des Deutschen Wetterdienstes (DWD) beschreibt die Feuergefährdung „offenen, nicht abgeschatteten Geländes mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs“. Die Skala reicht von Stufe 1 (geringe Gefahr) bis Stufe 5 (sehr hohe Gefahr). Bei der nun „ausgelösten“ Gefährdungsstufe 4 (hohe Gefahr) genüge bereits ein winziger Funke, um auf Wiesen und Feldern ein Feuer auszulösen, warnt Kröger. „Da das ausgetrocknete Gras extrem leicht entzündlich ist und sich das Feuer bei Wind rasend schnell ausbreitet, gelten besondere Schutzmaßnahmen. Auf öffentlichen Wiesen und Parks darf auf keinen Fall gegrillt oder Feuer gemacht werden. Das Rauchen in der freien Landschaft, auf Feldern, Wiesen und im Wald ist untersagt. „Werfen Sie niemals Zigarettenkippen in die Natur oder aus dem Autofenster“, mahnt Kröger. Vorsicht ist auch beim Abstellen des Autos geboten. So darf der PKW bei Wetterverhältnissen, wie sie zurzeit vorherrschen, niemals auf trockenem Gras oder am Feldrand abgestellt werden. Der heiße Katalysator an der Unterseite des Fahrzeugs entzünde das Grün im Handumdrehen, erklärt Kröger. „Nutzen Sie stattdessen ausschließlich asphaltierte oder ausgewiesene Parkplätze.“

P1050980Das trockenheiße Wetter hat die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden steigen lassen. (Symbolfoto: Redaktion: kfv-herford.de)

DSC 5227Die Feuerwehren im Kreis Herford sind gut vorbereitet. So ist an der Feuerwehrzentrale unter anderem ein Wechselladerfahrzeug samt Abrollbehälter „Wasser“ mit 8.000 Litern Fassungsvermögen stationiert. (Foto: Archiv: kfv-herford.de)

Unkrautbrenner sind ein beliebtes Mittel um den lästigen Wildwuchs abzuflammen. Doch die Geräte aus dem Baumarkt richten oftmals mehr Schaden an, als sie nutzen. Das liegt an der tückischen Strahlungswärme, die noch in einigen Metern Entfernung Hecken und Büsche in Brand setzen kann. Kröger rät deshalb dazu, generell auf die Gasbrenner zu verzichten. Glasscherben und Flaschen können im Übrigen wie Brenngläser wirken. „Deshalb sollte - was eigentlich selbstverständlich ist – kein Müll in der Natur zurückgelassen werden.“ Und noch eine Bitte hat der Feuerwehrchef: „Parken Sie niemals in engen Feld- oder Waldzufahrten. Große Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge müssen jederzeit freie Fahrt zum Löschen haben.“ Im Notfall zählt jede Minute. Dann sollte sofort der Notruf unter der „112“ abgesetzt werden. „Beschreiben Sie den Brandort und die Zufahrtswege so genau wie möglich. Bringen Sie sich und andere auf freien, unbewachsenen Flächen in Sicherheit“, sagt Kröger.
Erste Vegetationsbrände, die von der Feuerwehr schnell gelöscht wurden, gab es im Kreisgebiet bereits. Doch der Kreisbrandmeister beruhigt: Die Feuerwehren im Kreis Herford seien gut vorbereitet. So sind über das gesamte Kreisgebiet verteilt Tanklöschfahrzeuge stationiert, die 3.000 oder sogar 4.000 Liter Wasser an Bord haben. An der Kreisfeuerwehrzentrale gibt es zusätzlich ein Wechselladerfahrzeug samt Abrollbehälter „Wasser“, das 8.000 Liter fasst. Ein weiterer Abrollbehälter mit 23.000 Litern Inhalt dient vorrangig als Löschwasserpuffer. Außerdem wird an der Feuerwehrzentrale spezielles Waldbrandequipment vorgehalten, das auf einem Rollwagen verstaut ist. Dazu zählen unter anderem flexible D-Waldbrandschläuche, Waldbrandrucksäcke, Düsenschläuche zur Bildung einer „Wasserwand“ und Löschkugel zur Erzeugung eines „Starkregeneffekts“. Die anderen OWL-Feuerwehrverbände haben ähnliche Waldbrandmodule beschafft. „Die Feuerwehren der Region können sich so bei größeren Einsätzen gegenseitig unterstützen“, sagt Kröger. (Redaktion: kfv-herford.de)

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