Monatsrückblick - August 2026

August 2026

Brand Entsorgungsunternehmen FW SpengeKreis Herford. Deutschland ächzt im August weiterhin unter der Sommerhitze. Die extremen Temperaturen und fehlender Niederschlag lassen sogar den Rhein austrocknen, sodass der Schiffsverkehr eingeschränkt werden muss. Im Hürtgenwald, im Südwesten von Nordrhein-Westfalen, kommt es zum größten Waldbrand in der Landesgeschichte. Einheiten aus ganz NRW unterstützen die Löscharbeiten. Im Kreis Herford hat sich währenddessen die Serie schwerer Unfälle fortgesetzt: Erneut starben drei Menschen, darunter ein 12-jähriger Junge, unter tragischen Umständen.  Redaktion: kfv-herford.de blickt noch einmal auf die vergangenen Tage zurück.


Die Löschgruppe-Südlengern hat zu ihrem traditionellen Feuerwehrfest eingeladen  - und hunderte Besucher wollen sich das nicht entgehen lassen. Sie feiern drei tolle Tage (31.07. - 2.08.2026) mit Holsken-Marsch (Holzschuh-Marsch), Fackelumzug, zwei Live-Bands und vielem mehr.


Fest Südlengern FW Kirchlengern 8 26Beim Feuerwehrfest in Kirchlengern-Südlengern sorgt ein imposanter Fackelumzug für eine stimmungsvolle Atmosphäre.
(Foto: FW Kirchlengern)


Einsatz für die Feuerwehr Spenge: Auf einem Entsorgungshof im Industriegebiet sind in der Mittagszeit Grünabfälle und Restmüll in Brand geraten (3.08.2026). Die Feuerwehrleute nehmen sechs C-Rohre vor. Zudem werden Löschmaßnahmen über das Wenderohr der Drehleiter aus Enger-Dreyen durchgeführt. An der Loher Straße in Löhne-Wittel steht am Mittwochnachmittag (5.08.2026) ein Stoppelfeld in Brand. Das Feuer  breitet sich schnell aus und erfasst eine Fläche von etwa zwei Hektar. Die Feuerwehr ist mit mehreren Tanklöschfahrzeuge schnell vor Ort und bringt die Lage innerhalb von 30 Minuten unter Kontrolle. Örtliche Landwirte unterstützen zudem die Löscharbeiten. Am Mittwochabend (5.08.2026) ist ein Landwirt mit seinem Traktor samt Quaderballenpresse auf einem Feld in Enger-Pödinghausen bei der Arbeit. Dabei gerät das angehängte Arbeitsgerät in Brand. Die Flammen greifen im Nu auf den schweren John-Deere-Ackerschlepper über. Feuerwehrleute der Löschgruppe Oldinghausen-Pödinghausen und des Löschzugs Enger-Mitte übernehmen die Löscharbeiten.

In einem Waldstück in Randringhausen, im Norden von Bünde, kommt es  am darauffolgenden Tag (6.08.2026) zu einem tragischen Traktor-Unfall. Der historische Schlepper, gelenkt von einer 42-jährigen Mutter, kippt beim Abbiegen von einem abschüssigen Waldweg plötzlich um. Dabei werden die Frau und ihr zwölfjähriger Sohn unter dem Gefährt eingeklemmt und schwer verletzt. Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Großeinsatz. Der Junge wird mit einem Hubschrauber ins Klinikum Herford geflogen. Trotz aller Bemühungen der Ärzte erliegt er am Abend seinen schweren Verletzungen.

Brand Entsorgungsunternehmen FW SpengeDie Feuerwehr Spenge löscht Restmüll und Grünschnitt, der auf einem Entsorgungshof in Flammen steht.
(Foto: FW Spenge)


Stoppelfeldbrand FW Löhne Vlotho Foto 8 26Feuerwehrleute aus Löhne und Vlotho sind bei einem Stoppelfeldbrand an der Loher Straße im Einsatz.
(Foto: FW Vlotho)


Traktorbrand FW Enger 1
Auf einem Stoppelfeld in Enger-Pödinghausen brennt ein Traktor samt Ballenpresse.
(Foto: FW Enger)


Traktorbrand FW Enger 2(Foto: FW Enger)


Traktorbrand FW Enger 3Einsatzkräfte der Feuerwehr Enger übernehmen die Löscharbeiten.
(Foto: FW Enger)

Im Hürtgenwald (Kreis Düren) wütet ein riesiger Waldbrand (13.08. – 21.08.2026).  Die Flammen rücken bis auf 500 Meter an die Ortschaft Gey heran. Rund 1.800 Menschen müssen mitten in der Nacht Hals über Kopf ihre Wohnungen verlassen. Fast 1.400 Helfer - Feuerwehrleute, Kräfte des THW, der großen Hilfsorganisationen und Soldaten der Bundeswehr, die aus allen Teilen NRWs zusammengezogen werden, bringen die Lage schließlich unter Kontrolle. Aus OWL ist die 1. Bereitschaft der Bezirksreserve Detmold (Bielefeld) angerückt, um die Löscharbeiten in dem 300 Hektar großen Gebiet zu unterstützen. Nur rund 45 Kilometer entfernt, auf belgischer Seite, kämpft die Feuerwehr zur gleichen Zeit gegen einen weiteren verheerenden Großbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn. Das tückische Feuer, das sich tief in den Torfboden hineingefressen hat, bedroht zeitweise direkt die deutsche Grenzstadt Monschau (Städteregion Aachen). Erst in letzter Sekunde – die Flammen stehen nur wenige hundert Meter vor den ersten Häusern – gelingt es der Feuerwehr mit vereinten, grenzüberschreitenden Kräften, die  Katastrophe zu verhindern. Im April 2011 wütete im Hohen Venn schon einmal ein gewaltiger Moor- und Heidebrand. Damals war u.a. die 2. Bereitschaft der Bezirksreserve Detmold (Herford/Minden-Lübbecke) an den Löscharbeiten beteiligt. 


Brand Hohes Venn aDer Großbrand im Hohen Venn, der in der Grenzregion zwischen Deutschland und Belgien wütet,
stellt die belgischen Feuerwehren vor gewaltige Herausforderungen
(Foto: Zone de secours/Hilfeleistungszone VHP/Vesdre,
Hoëgne &. Plateau)


Brand Hohes Venn bFeuerwehrmann der Zone VHP mit Waldbrandausrüstung.
(Foto: Zone de secours/ Hilfeleistungszone VHP/Vesdre,
Hoëgne & Plateau)


Auf der Elverdisser Straße in Herford  wird am späten Abend ein 21-jähriger Fahrradfahrer von einem Auto erfasst (17.08.2026). Er schleudert zunächst in die Windschutzscheibe des Kombis und anschließend über die Fahrbahn in den Straßengraben. Notarzt, Rettungsdienst und Feuerwehr sind sofort zur Stelle. Doch für den 21-Jährigen kommt  jede Hilfe zu spät. Er soll laut Ermittlungen der Polizei unvermittelt auf die Straße gefahren sein.

Der Löschzug Spenge-Lenzinghausen feiert am 20. August 2026 Richtfest. Das neue Gerätehaus  der Einheit, das im Frühjahr 2027 fertiggestellt sein soll, entsteht an der Wertherstraße. Es umfasst einen zweigeschossigen Schulungs- und Sozialtrakt sowie eine Fahrzeughalle mit fünf  Stellplätzen plus Platz für den Notstromanhänger. Großeinsatz für die Feuerwehr Bünde: Im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Hunnebrock ist ein Feuer ausgebrochen (22.08.2026). Als die Retter vor Ort eintreffen, schlagen bereits die Flammen  aus einem Fenster. Die Wehrleute retten zwei Bewohner mit der Drehleiter aus dem Obergeschoss, weil der Fluchtweg durch das Treppenhaus versperrt ist. Wegen der unklaren Lage löst die Leitstelle ManV 10 aus (Massenanfall von Verletzten/Erkrankten bis zu zehn Personen). Fünf Bewohner werden vorsorglich in die umliegenden Krankenhäuser gebracht, da sie giftigen Rauch eingeatmet haben. Weitere Betroffene werden im Gerätehaus Bünde-Hunnebrock betreut.

Mit einem dumpfen Grollen stürzen in Herford Teile einer Hausfasse samt Baugerüst auf die Hermannstraße (25.08.2026). Feuerwehr, Rettungsdienst und das Technische Hilfswerk (THW) eilen mit zahlreichen Rettern zur Hilfe. Doch schnell ist klar: Wie durch ein Wunder ist bei dem Unglück niemand verletzt worden. Das betroffene Gebäude steht seit einem Dachstuhlbrand im vergangenen Jahr leer und wird derzeit saniert. Nach ersten Erkenntnissen soll das schwere Baugerüst die ohnehin marode Bausubstanz zum Einsturz gebracht haben. Das Gebäude wird in den kommenden Tagen Stein für Stein abgetragen, bis keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit besteht. Für die Dauer der Abrissarbeiten bleibt die Hermannstraße, eine wichtige Verbindungsstrecke im Stadtgebiet, gesperrt. Erneut kommt es im Kreis Herford zu einem schweren Verkehrsunfall (29.08.2026), der vermeidbar gewesen wäre. Am Samstagmorgen wendet eine junge Frau mit ihrem Kleinwagen auf der vierspurigen Mindener Straße in Herford, obwohl das an dieser Stelle verboten ist. Dabei übersieht sie einen 62-Jährigen, der mit seinem schweren Motorrad stadteinwärts unterwegs ist. Es kommt zur Kollision, bei der sich der Mann  schwere Verletzungen zuzieht. Trotz sofortiger intensivmedizinscher Behandlung stirbt er wenig später im nahen Klinikum. Bei einem weiteren Verkehrsunfall in Enger wird eine Frau in ihrem Fahrzeug eingeklemmt (31.08.2026). Die Feuerwehr setzt hydraulisches Rettungsgerät ein, um sie zu befreien. Sie hat sich bei dem Crash auf der Herforder Straße, dem ein Überholmanöver vorausgegangen ist, offenbar nur leichte Verletzungen zugezogen. (Redaktion: kfv-herford.de)

                                                                                                                                                    -Vo-

Hauseinsturz FW Herford THWOVHalleIn Herford stürzen Teile einer Hausfassade auf die Hermannstraße. Wie durch ein Wunder wird dabei niemand verletzt.
(Foto: THW OV Halle/Westfalen)


20260814 195610Der August 2026 ist ebenfalls von außergewöhnlich hohen Temperaturen geprägt. Das Wetter lässt die Flüsse austrocknen.
So ist der Pegelstand der Werre ebenfalls deutlich gesunken.
(Foto: Redaktion: kfv-herford.de)