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Brandeinsätze halten Feuerwehr Löhne in Atem

Industriebetrieb, Tischlerei, Lokal, Stoppelfeld und Mulde betroffen

2015 08 20 03 50 38 3Löhne. Die Feuerwehr Löhne wurde in den vergangenen Tagen stark gefordert.  Die Einsatzkräfte hatten zunächst innerhalb von vier Tagen drei Brände, darunter das Feuer in einer Tischlerei  im Stadtteil Ort, zu löschen.  In der Nacht zu Donnerstag  (20.08.2015) folgten dann zwei weitere Brandalarme in Gohfeld. Dabei traf es ein Lokal an der Löhner Straße, nachdem kurz zuvor an anderer Stelle eine Mulde in Flammen gestanden hatte. In allen Fällen wurden keine Menschen verletzt. Dafür entstand ein beträchtlicher Sachschaden. Er soll laut Polizeiangaben alleine an der Löhner Straße bei rund 200.000 Euro liegen.

Um 2.50 Uhr, am frühen Donnerstagmorgen, wurden die Wehrleute zu dem Muldenbrand an der Hochstraße, Ecke Tilsiter Straße gerufen. Als die ersten Einsatzkräfte der Hauptamtlichen Wache und der Löschgruppe Gohfeld  vor Ort eintrafen, stand der Zehnkubikmeter-Container bereits im Vollbrand.  Er sei glücklicherweise nicht voll beladen gewesen, sagte Michael Kolpak, Pressesprecher der Feuerwehr Löhne. „Nach rund 20 Minuten war das Feuer gelöscht und wir konnten  zum Standort zurückkehren!“
Ihren Schlaf fanden die Feuerwehrleute in dieser Nacht allerdings nicht mehr.  Um 3.36 Uhr schrillten die Alarmmelder erneut.  Diesmal sollte ein Lokal an der Löhner Straße brennen.  „Nähere Informationen hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht“, schilderte Kolpak. Nur sechs Minuten später erreichte das erste Fahrzeug der Löschgruppe Gohfeld die Einsatzstelle. Ein hinter dem Lokal abgestellter Minivan brannte zu diesem Zeitpunkt lichterloh. Von hier hatten die Flammen bereits Teile der  Fassade und des Dachstuhls erfasst. Das Feuer drohte auf einen Anbau überzugreifen. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz startete sofort einen Löschangriff. Weitere Einsatzkräfte rückten in das Gebäude vor. Die Erkundung im Inneren zeigte, dass sich der Rauch in den Räumen des Gastronomie-Betriebs im Erdgeschoss und der Obergeschosswohnung ausgebreitet hatte. Die Personensuche blieb allerdings ergebnislos. Wie sich herausstelle, waren die Inhaberfamilie und ihre Gäste rechtzeitig nach draußen geflüchtet. Einsatzkräfte der Feuerwehr brachten dafür noch zwei Kanarienvögel in ihrem Käfig an die frische Luft. Zur Verstärkung der Einheiten aus Gohfeld und Wittel sowie der Hauptamtlichen Kräfte rückte die Löschgruppe Bahnhof an. Außerdem wurden der Einsatzleitwagen 2 (ELW 2) aus Löhne-Ort und der Gerätewagen Atemschutz von der Kreisfeuerwehrzentrale in Marsch gesetzt. Um den Brandschutz im Stadtgebiet sicherzustellen, besetzten Feuerwehrleute das Gerätehaus in Mennighüffen. An der Einsatzstelle wurden jedoch weitere Atemschutzgeräteträger benötigt. Deshalb sei die Löschgruppe Mennighüffen ebenfalls an die Löhner Straße beordert worden, berichtete Kolpak. Dort begannen die Feuerwehrleute zwischenzeitlich damit, die Dachhaut von außen zu öffnen und die  Deckenverkleidung im Inneren zu entfernen. Im Verlaufe dieser Maßnahme konnten die Einsatzkräfte letzte Glutnester in der strohgedämmten Zwischendecke ablöschen. Diese Arbeiten dauerten bis gegen 10 Uhr. Erst danach konnte die letzte Feuerwehreinheit zum Standort zurückkehren. Insgesamt waren rund 60 Kräfte im Einsatz.
Durch das Feuer, den Rauch und letztlich auch das Löschwasser entstand ein beträchtlicher  Sachschaden. Die Wohnung ist nicht mehr bewohnbar. Die Familie kümmerte sich selber um eine  Ausweichunterkunft. Der Minivan ist offensichtlich Ausgangspunkt für den Gebäudebrand gewesen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung. Sie muss ebenfalls klären, ob ein Zusammenhang mit dem Containerbrand besteht.
In einem Betrieb an der Falschheider Straße in Löhne-Ort hatte bereits am 14. August ein mobiler Späne-Bunker gebrannt. Der Behälter war von den Angestellten gerade noch rechtzeitig von der Absauganlage abgezogen und mit einem Gabelstapler nach draußen befördert worden. Der Brand eines Stoppelfeldes einen Tag später („Redaktion: kfv-herford.de“ berichtete)  war ebenfalls glimpflich verlaufen. Das gilt genauso für den Zwischenfall in einer Tischlerei, der sich am 17. August wiederum in Löhne-Ort ereignet hatte. Mitarbeiter des Unternehmens konnten einen Rollbehälter mit glimmenden Holzresten und Sägespänen noch vor Eintreffen der Feuerwehr vor die Fertigungshalle ziehen und damit Schlimmeres verhindern. (Redaktion: kfv-herford.de, Michael Kolpak)

-Vo-

Mehr Informationen? www.feuerwehr-loehne.de

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Als die Feuerwehr eintrifft, steht die Mulde bereits im Vollbrand. (Foto: Feuerwehr Löhne)

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Die Einsatzkräfte sind schnell vor Ort und löschen den Stahlbehälter.
Nach 20 Minuten ist Einsatz Nr.1 beendet. (Foto: Feuerwehr Löhne)

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Kurze Zeit später lodern Flammen an einem Lokal an der Löhner Straße empor.
Die Wehrleute erreichen mit einem Außenangriff erste Löscherfolge. (Foto: Feuerwehr Löhne)

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(Foto: Feuerwehr Löhne)

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Die Drehleiter wird auf der Straße in Stellung gebracht. Das Feuer hat an der
Gebäuderückseite die Fassade und das Dach erfasst. (Foto: Feuerwehr Löhne)

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Einsatzkräfte durchsuchen unter Atemschutz die Räume im Erd- und Obergeschoss.
Der Sicherheitstrupp steht vor dem Hauseingang für den Notfall bereit. (Foto:  Feuerwehr Löhne)