+++ Corona-Virus: Bitte befolge die Hygiene- und Verhaltensregeln und nimm diese ernst; das schützt Dich und andere +++ WASCHE Dir häufig die Hände +++ VERMEIDE Umarmungen und Händeschütteln +++ Halte mindestens zwei Meter Abstand zu anderen +++ FASSE Dir NICHT an Augen, Nase oder Mund +++ BEDECKE beim Niesen oder Husten MUND und NASE mit einem Einwegtaschentuch +++ GEHE NUR DANN INS KRANKENHAUS, wenn es sich nicht vermeiden lässt +++ Mache TELEARBEIT +++ Bleibe ZUHAUSE – verhindere Ausgangssperren +++ VERMEIDE Hamsterkäufe +++ VERZICHTE auf alle unnötigen Sozialkontakte – verhindere Ausgangssperren +++

2020

Ausbildung an der Feuerwehrzentrale findet trotz "Corona-Krise" statt!

Handlungsempfehlungen des Kreisbrandmeisters

EM 10 74428 SARS JPGKreis Herford. Die Zahl der Menschen, die sich mit dem neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2) angesteckt haben, ist in den vergangenen Tagen weiter gestiegen. Erstmals wurde die Erkrankung auch im Kreis Herford nachgewiesen. Das Gesundheitsamt meldete am Freitag (6.03.2020), dass sich ein älteres Ehepaar mit dem Virus infiziert habe. Unterdessen gelten für die Feuerwehren im Kreisgebiet erste Handlungsanweisungen nach dem Pandemieplan und Handlungsempfehlungen, um den Lehrgangsbetrieb an der Kreisfeuerwehrzentrale aufrechtzuerhalten. „Aktuell finden weiterhin alle Seminare und Lehrgänge ohne Einschränkungen statt“, sagt Kreisbrandmeister Bernd Kröger.

Er rät allerdings dazu, größere gemeinsame Feuerwehrveranstaltungen zu verschieben. „Wir müssen insbesondere sicherstellen, dass die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren durch die derzeitige Pandemie nicht gefährdet wird!“ Für die Bewältigung der Lage seien neben den Mitarbeitern in den Krankenhäusern und Gesundheitsämtern auch die Feuerwehren im Kreisgebiet unabdingbar. Das Gebäude der Kreisleitstelle, von hier aus werden sämtliche nichtpolizeilichen Notrufe abgewickelt, und die Werkstätten der Kreisfeuerwehrzentrale, die unter anderem für den Nachschub mit Schläuchen, Atemschutzgeräten und Schaummittel zuständig ist, bleiben deshalb bis auf Weiteres für Besucher gesperrt. Sämtliche Jahreshauptversammlungen der Wehren im Kreisgebiet, die in den kommenden Wochen noch stattfinden sollten, wurden abgesagt.

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Bernd Kröger (Kreisbrandmeister): „Wir beobachten ständig die aktuelle Lage!“

Keine Teilnahme bei möglichem Corona-Kontakt

Momentan erreichen den Kreisfeuerwehrverband vermehrt Anfragen zu den Auswirkungen der steigenden Anzahl an Infektionsfällen auf die Kreisausbildung. „Wir beabsichtigen derzeit, den Aus- und Fortbildungsbetrieb an der Kreisfeuerwehrzentrale weiterhin durchzuführen“, sagt Bernd Kröger. Diese Vorgehensweise sei mit der Kreisverwaltung und den umliegenden Nachbarkreisen in Ostwestfalen abgestimmt. „Gleichzeitig beobachten wir ständig die aktuelle Lage sowie deren Auswirkungen und Folgen.“ Es gibt allerdings Einschränkungen. Personen, die Kontakt zu Verdachtsfällen oder zu Reisenden aus einem der Risikogebiete, wie China, Iran, Italien oder Südkorea (www.rki.de/covid-19), gehabt haben, dürfen derzeit an Seminaren und Fortbildungen nicht teilnehmen. Entsprechendes gilt für Feuerwehrleute, die vor einer Veranstaltung unter grippeähnlichen Symptomen leiden oder während der Ausbildung solche Anzeichen feststellen. „Auch ohne Corona-Verdacht sollten die Veranstaltungen an der Kreisfeuerwehrzentrale nur bei guter Gesundheit besucht werden“, meint Kröger. Die zentrale Ausbildungseinrichtung in Hiddenhausen wird jährlich von rund 600 Feuerwehrleuten besucht.

Landrat mahnt zur Besonnenheit

Landrat Jürgen Müller appelliert unterdessen an die Bevölkerung im Wittekindsland, besonnen zu bleiben. Das Paar aus Bünde, bei dem das Corona-Virus nachgewiesen wurde, hätte sich nach Absprache mit dem Hausarzt und dem Kreisgesundheitsamt sofort in häusliche Quarantäne begeben und deshalb vorbildlich gehandelt, hieß es am Freitag aus dem Kreishaus. Die Beiden sollen eher zurückgezogen leben und seit dem Auftreten der Erkrankung auch keine Außenkontakte gehabt haben. Der Ehemann hatte nach der Rückkehr von einer Italienreise unter Erkältungssymptomen gelitten. „Eine Weiterverbreitung des Virus scheint in diesem Fall erst einmal gering zu sein“, so Müller. Die Kreisverwaltung arbeitet dennoch an weiteren Vorsichtsmaßnahmen. So steht das Kreisgesundheitsamt in engem Kontakt zu den Städten und Gemeinden, den Krankenhäusern und den niedergelassenen Ärzten.

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Corona-Viren können besonders für Senioren und Personen mit Vorerkrankungen gefährlich sein. (Quelle: Hans R. Gelderblom, Freya Kaulbars/RKI)

Ziel der Strategie: Zeit gewinnen!

Das Gesundheitsamt orientiert sich dabei an den aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin, einer der zentralen Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten in Deutschland. Die Virologen des Instituts schätzen die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland momentan als „mäßig“ ein. Mit weiteren Fällen, Infektionsketten und Ausbrüchen müsse hierzulande gerechnet werden. Eine weltweite Ausbreitung des Erregers sei zu erwarten. Diese Einschätzung könne sich allerdings kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern. „Die massiven Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) verfolgen bislang das Ziel, einzelne Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus dadurch so weit wie möglich zu verzögern!“ Ziel dieser Strategie sei es, Zeit zu gewinnen, um sich bestmöglich vorzubereiten und mehr über die Eigenschaften des Virus zu erfahren, Risikogruppen zu identifizieren, Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Gruppen vorzubereiten, Behandlungskapazitäten in Kliniken zu erhöhen, antivirale Medikamente und die Impfstoffentwicklung auszuloten.
Das Gesundheitsamt des Kreises Herford macht in diesem Zusammenhang noch einmal darauf aufmerksam, dass man sich ohne Symptome und ohne besonderen Grund nicht auf das Corona-Virus testen lassen müsse. „Ein solcher Test macht nur dann Sinn, wenn es Zeichen eines grippalen Infektes gebe oder Risikofaktoren vorliegen“, so Gesundheitsamtsleiterin Dr. Marie-Luise Kluger. (Redaktion: kfv-herford.de)

-Vo-

Für Personen mit Symptomen gilt nach wie vor:
Telefonisch den Hausarzt kontaktieren und das weitere Vorgehen besprechen.
Am Wochenende ist auch der Ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117
Ansprechpartner.

Weitere Informationen?
www.rki.de (Robert Koch-Institut)
Bürgertelefon der Kreisverwaltung: Tel. 05221/13-1500

Hygienehinweise

Regelmäßig Hände waschen!
Wasch Dir regelmäßig und gründlich (20 – 30 Sekunden) die Hände, auch zwischen den Fingern. Nach derzeitigem Stand ist im normalen Alltag Hände- oder gar Flächen-Desinfektionsmittel nicht notwendig.

Hände vom Gesicht fernhalten!
Vermeide Berührungen des Gesichtes, insbesondere von Mund, Nase und Augen.

Hygienisch husten und niesen!
Halte beim Husten und Niesen Abstand zu anderen Personen. Nutze Einmaltaschentücher oder huste oder niese in die Armbeuge, auf keinen Fall in die Hand.

Abstand wahren!
Halte möglichst 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen und vermeide direkten Körperkontakt wie Händeschütteln und Umarmen.

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