Fahrzeug des Monats Mai 2026 - Mehrzweckschiff (MZS) „Scharhörn“ der „Küstenwache“

Fahrzeug des Monats

Mai 2026

Mehrzweckschiff (MZS) „Scharhörn“  der „Küstenwache“

Einsatzfahrzeug der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV)
Heimathafen: Kiel/Schleswig-Holstein, Ostuferhafen   



Technische Daten

Werft/en

Generalunternehmer
- Abeking u. Rasmussen (A&R), Lemwerder/Nds.

Schiffs-Kasko (Stahlarbeiten: Rumpf u. Aufbauten)
- Western Baltija Shipbuilding, Klaipėda/Litauen

Endausrüstung
-  Fassmer Werft, Berne/Nds.

Motor

Gas-Elektrischer-Antrieb (Hybridantrieb)
- Kombination: Gasmotor/Generator/E-Antrieb

Hauptantrieb
- 4 x 8-Zylinder-Gasmotor (Typ Bergen/Norwegen)

E-Motoren
- 2 x Ruderpropeller (Typ Schottel SPR 750)

Leistung (Hauptantrieb)
- 17.900 PS (13.200 kW/13,2 MW)

Kraftstoff

- Treibstoff: LNG-Gas (oder synthetisches Methan)

Steuerung

- über Ruderpropeller (2 x drehbare Gondel),
- Pumpjet/Wasserstrahlantrieb (Typ Schottel SPJ 520),
- Bugstrahlruder (Manövrierhilfe)

Höchstgeschwindigkeit

16 kn (rd. 30 km/h)

Abmessungen

105 m (L), 20 m (B)

Verdrängung/Tiefgang

7.000 Tonnen bei 5,50 m Tiefgang  

Ausrüstung

Brücke
- 5 x Fahrstand bzw. -pult,
- Flugfahrstand

Hubschrauberlandedeck (Bug)
- für Hubschrauber der Bundespolizei,
- auch temporäre Stationierung möglich

Notschleppeinrichtung
- Zugkraft (Pfahlzug): 145 t (rd. 1.400 kN)

Brandbekämpfung (FiFi-System)
- 4 x Löschpumpe (elektrisch),
- Wasser-Zuführung über Seefilter,
- Durchmesser der Rohrleitung: 800 mm,
- 5 x Löschmonitor (fest verbaut),
- 1 x Löschmonitor (hydraulisch ausfahrbar),
- Berieselungsanlage (Selbstschutz)

Schadstoffbekämpfung
- Arbeitsdeck mit Schiffskran,
- seitl. Sweepingarme: Ölaufnahme v. d. Wasseroberfl.,
- Separationsanlage (Trennung Öl/Wasser),
- Container-Lagerraum (für Chemiefässer etc.),
- Edelstahltanks: Aufnahme v. Chemikalien,
- Bordlabor zur Probenanalyse

Zitadelle
- gasdichter Bereich,
- mit medizinischem Versorgungsraum (RTW-Ausrüst.)

Flugdrohne (Unmanned Aircraft System/UAS)
- Personensuche,
- Lageerkundung,
- Seezeichenkontrolle

Besatzung

 17 Mann
- im Einsatzfall zusätzlich bis zu 30 Feuerwehrleute

Indienststellung

4/2026

Anschaffungskosten

rd. 200 Mio. Euro

sonstiges

Mit der „Mellum“ und der „Neuwerk“ beschafft der Bund 2 weitere baugleiche MZS der Scharhörn-Klasse.  




Fortsetzung von der Startseite:

Rückblick: Im Jahr 2019 erhält die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) in Bonn grünes Licht aus dem Bundesverkehrsministerium. Sie soll den Bau von drei neuen Mehrzweckschiffen (MZS) veranlassen; denn die Flotte für die „Maritime Notfallvorsorge“ der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) ist in die Jahre gekommen. Besonders betagt ist die „Scharhörn“, deren Stapellauf bereits 1974 erfolgte. Die „Mellum“ (Stapellauf 1983) und die „Neuwerk“ (Stapellauf 1997) entsprechen ebenfalls nicht mehr dem Stand der Technik.  Am Ende des Ausschreibungsverfahrens sichert sich die Abeking u. Rasmussen Schiffs- u. Yachtwerft (A&R) den Großauftrag für die drei baugleichen Spezialschiffe der Küstenwache, deren Kosten auf rund 680 Millionen Euro beziffert wird. Die Ingenieure der renommierten Schiffbauschmiede aus dem niedersächsischen Lemwerder bei Bremen entwickeln gemeinsam mit den Experten der GDWS eine Baureihe von hochmodernen Schiffen mit gaselektrischen Antriebssystemen - die Scharhörn-Klasse.

In Litauen auf Kiel gelegt

Der Bau des gleichnamigen Typschiffs startet im September 2021, allerdings 750 Kilometer weiter östlich, im litauischen Klaipėda. Die dortige Werft Western Baltija Shipbuilding fertigt im Auftrag von A&R Rumpf und Aufbauten, im Schiffbau Kasko genannt.  „Wir gehen in die entscheidende Bauphase“, sagt Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, inzwischen pensionierter  Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, während der Kiellegung. Sie ist bei einem Schiffsneubau der symbolische Akt zum Baustart nach Abschluss der konstruktiven Vorplanungen. Dabei werden Münzen als Glücksbringer unter die massiven Stützblöcke im Trockendock gelegt, auf denen das Schiff während der Bauphase ruht. Aus fünf Großblöcken entsteht der Rohbau. In der riesigen Werfthalle an der Ostsee werden sie miteinander verschweißt. Mitte Juli 2023 findet der Stapellauf statt. Erstmals gleitet der Rohbau von der Helling, dem Schiffbauplatz, ins Wasser. Er trägt bereits die Bundesfarben Schwarz-Rot-Gold auf den schwarzlackierten Bordwänden. Die vier Hauptantriebsmotoren haben schon ihren Platz im Maschinenraum, doch noch kann die „Scharhörn“ nicht aus eigenem Antrieb fahren. Ein Schlepper bringt den schnittig wirkenden Schiffskörper im August 2023 nach nur 22 Monaten Bauzeit über die Ostsee und durch den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) an die Weser. 

MZS Scharhoern Abeking Rasmussen aDie „Scharhörn“ (Kiel/Schleswig-Holstein) ist das erste von drei hochmodernen Mehrzweckschiffen der Küstenwache.
(Foto: A&R)


MZS Scharhoern WSV bSie kommt im Rahmen der „Maritimen Notfallvorsorge“ auf der Ostsee zum Einsatz.
(Foto: WSV)

Emissionsarme Gasmotoren und Propeller-Gondeln  

Beim Schiffbauer A&R erfolgt in den nächsten Monat die technische Ausrüstung des 105 Meter langen und 20 Meter breiten Hightech-Schiffes. Für den Antrieb sorgt ein gaselektrisches bzw. hybrides Antriebssystem. Vier leistungsstarke 4-Takt-8-Zylinder-Gasmotoren von Bergen (Norwegen) mit zusammen 17.900 PS (13.200 kW) treiben dabei Generatoren an, die wiederum die Energie für die elektrischen Fahrmotoren erzeugen. Die  Antriebe verbrauchen Flüssiggas (Liquefied Natural Gas/ LNG) als Treibstoff und arbeiten mit einer mageren Verbrennung, sodass sie deutlich weniger Kohlendioxid und Schwefeldioxid emittieren, als herkömmliche Verbrennungsmotoren. Künftig ist auch synthetisches Methan als Kraftstoff vorgesehen, das als klimaneutral gilt, soweit es aus nachhaltigen Quellen hergestellt wird. „Diesel befindet sich nur noch für die Notstromversorgung und die Rettungsboote an Bord“, sagt Harald Janssen, Projektleiter bei der WSV. Der Hybridantrieb ist im Übrigen für den sogenannten Gasschutzbetrieb zugelassen. Das Spezialschiff der Küstenwache  kann somit auch in gefährlicher, explosiver Atmosphäre  operieren. 

Achtern im Schiff befindet sich der Antriebsmotorenraum mit den E-Maschinen. Sie treiben die beiden Ruderpropeller von Schottel (Typ SRP 750) unter dem Schiff über Getriebewellen an.
Entscheidender Vorteil der Konstruktion: Die Propeller-Gondeln sind um 360 Grad drehbar, sodass die „Scharhörn“ hervorragend zu manövrieren und ein herkömmliches Ruderblatt nicht erforderlich ist. Daneben haben die Schiffbauer einen Pumpjet (Typ Schottel SPJ 520 mit rund 4.100 PS/2.990 kW) verbaut. Der Strahlantrieb dient im Flachwasser als Manövrierhilfe. Ergänzt wird das System durch das Bugstrahlruder, das dem Schiffsführer den An- und Ablege-Vorgang sowie das Manövrieren bei geringer Geschwindigkeit oder in engen Häfen erleichtert. 

Das Schottel-Antriebssystem erreicht bei 750 Umdrehungen pro Minute eine Leistung von insgesamt 12.200 PS (9.000 kW). Das ermöglicht dem Schiff eine Wasserverdrängung von 7.000 Tonnen bei einem Tiefgang von 5,50 Meter und eine Höchstgeschwindigkeit von 16 Knoten (etwa 30 Stundenkilometer).

 

MZS Scharhoern WSV lDas Mehrzweckschiff wird von zwei Ruderpropellern angetrieben.
(Foto: WSV)



MZS Scharhoern WSV iBlick auf die Instrumente der vier Hauptmaschinen
(Foto: WSV)


MZS Scharhoern WSV gDie Brücke verfügt über fünf Fahrstände.
(Foto: WSV)

Die Brücke des Schiffs gleicht einer modernen Kommandozentrale. Gleich fünf Fahrstände mit modernster Steuerungs- und Überwachungstechnik stehen zur Verfügung. Vom Hauptfahrstand aus steuert der Kapitän die Schottel-Ruderpropeller mit zwei Joysticks. Zwei Fahrpulte, jeweils auf Backbord- und Steuerbordseite, garantieren eine optimale Übersicht beim An- und Ablegen. Erste Erprobungsfahrten, die im Dezember 2025 durchgeführt werden, zeigen, dass der Neubau selbst bei anspruchsvollen Manövern ruhig und präzise reagiert. „Beim Crash-Stopp (von voll voraus auf voll zurück) stoppte das Schiff auf weniger als einer Schiffslänge“, so Projektleiter Janssen.

Das neue Flaggschiff der Küstenwache bietet erstmals die Möglichkeit, einen der Hubschrauber aufzunehmen, die von der Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuhlendorf (Schleswig-Holstein) im Rahmen der „Maritimen Notfallvorsorge“ betrieben werden. Die Hubschrauberanflüge werden vom Flugfahrstand auf der Brücke koordiniert, der dafür extra große Fenster erhalten hat.

MZS Scharhoern Abeking Rasmussen dDas Hubschrauberdeck am Bug des Schiffes.
(Foto: A&R)


MZS Scharhoern WSV eEine Maschine der Bundespolizei geht zur Landung.
(Foto: WSV)

Schiffsbrandbekämpfung mit gefiltertem Meerwasser

Im unteren Deck des Hauptmaschinenraums sind die Gasmotoren zu sehen. Hier ist aber auch das komplette Firefighting-System (FiFi) untergebracht. Das Seewasser für die Schiffsbrandbekämpfung wird durch Seewasserkästen, die sich unterhalb der Wasserlinie befinden, aus dem Meer „gezogen“. „Über eine Rohrleitung mit einem Durchmesser von 800 Millimetern(!) fließt das Löschmittel in den Seefilter“, erklärt  Projektleiter Janssen.  Dort wird es zunächst mit riesigen Sieben gereinigt und  dann zu den vier elektrisch betriebenen Feuerlöschpumpen weitergeleitet. „Mit diesen Pumpen können wir insgesamt sechs Monitore (Wasserwerfer) versorgen – fünf kleinere sind fest montiert, ein weiterer, der „Spargel“, kann hydraulisch ausgefahren werden, um eine größere Reichweite zu erzielen. Je nach Windverhältnissen beträgt die Wurfweite bis zu 150 Meter. Da das Meerwasser unbegrenzt zur Verfügung steht, wird es auch für den Selbstschutz verwendet. Dafür verfügt die „Scharhörn“ eigens über eine Berieselungsanlage, sodass der gesamte Schiffskörper mit einem Wasserfilm überzogen werden kann.

MZS Scharhoern WSV fUm die Wärmestrahlung abzuwehren kann der gesamte Schiffskörper mit einem Wasserfilm überzogen werden.
(Foto: WSV)

Die Ausrüstung für den Umweltschutz befindet sich ebenfalls auf dem neuesten Stand der Technik. Über ausfahrbare Arme an den Seiten, den sogenannten Sweepingarmen, können kleinere Mengen Öl direkt von der Wasseroberfläche aufgenommen werden. Im Verbund mit anderen Einsatzschiffen besteht die Möglichkeit, Sperren in Form von luftgefüllten Schläuchen auszubringen, um den Ölteppich aufzufangen und effektiv abzuschöpfen. In einer Separationsanlage wird das Gemisch direkt an Bord getrennt und anschließend der Gefahrstoff in Tanks gelagert. Auf dem Arbeitsdeck ist Platz für das Ölbekämpfungsequipment. Hier befindet sich auch der Container-Laderaum, der mit dem bordeigenen Kran durch die nach oben öffnende hydraulische Ladeluke beladen wird. Fässer, die von Havaristen verloren werden und notfalls sogar ganze Container, können in diesem Bereich gelagert werden. Er ist aus Schutz vor gefährlichen Chemikalien aus speziellem Edelstahl gefertigt und kann „hermetisch abgeriegelt“ werden. Die chemikalienbeständigen Edelstahl-Ladetanks an Bord sind im Übrigen geeignet, um Flüssigkeiten jeder Art von havarierten Schiffen zu übernehmen.  Gefahrstoffanalysen können darüber hinaus im bordeigenen Labor durchgeführt werden.

MZS Scharhoern WSV cGut zu erkennen: Die Arbeitsdecks mit dem großen Schiffskran und den seitlich eingeklappten Sweepingarmen zur Ölbeseitigung.
(Foto: WSV)

Das Spezialschiff verfügt über eine Schutzluftanlage mit Filtern. Ist nicht mehr gewährleistet, dass darüber saubere Luft ins Schiff kommt, öffnen sich automatisch die Atemluftflaschen im Schutzluftflaschenraum, um in der Zitadelle, einem abgeschotteten Bereich, einen leichten Überdruck zu erzeugen. Dadurch kann das Eindringen von giftigen Gasen für rund 30 Minuten verhindert werden. Innerhalb der Zitadelle befindet sich auch das „Hospital“. Der Behandlungsraum ist exakt so eingerichtet wie ein Rettungswagen, sodass sich Notärzte und Sanitäter, die an Bord eingeschifft werden, sofort zurechtfinden. Wir sind über das Havarie-Kommando (HK) in Kontakt mit Experten, die Empfehlungen geben, sagt Janssen. 

Auf der Fassmer Werft in Berne (Niedersachsen), Kooperationspartner von Abeking u. Rasmussen, werden zuletzt alle Endausrüstungsarbeiten vorgenommen. Dazu zählt der Einbau der kompletten Innenausstattung des Schiffes, wie des medizinischen Behandlungsraums, der Kombüse und Messe sowie des Fitnessraums. Am Ende der mehrjährigen Bauzeit summiert sich die Länge der Kabel, die durch den Rumpf der „Scharhörn“ verlaufen auf insgesamt 640 Kilometer. „Das entspricht der Strecke von Bremen nach Stuttgart oder von Hannover nach München“, sagt Harald Janssen.

Zum Härtetest nach Norwegen

Anfang März 2026 läuft die „Scharhörn“ aus, um in den ruhigen und tiefen Gewässern des norwegischen Flekkefjord einem ausgiebigen Test unterzogen zu werden. So wird unter anderem die Notschleppvorrichtung auf die Probe gestellt. Die Prüfingenieure verbinden zunächst das Schlepptau mit einem Schwerlastpoller an Land. Dann beginnt der Pfahlzugtest („Bollard Pull Test“). Unter Volllast der Maschinenanlage erreicht das Schiff seine maximale Zugkraft von 145 Tonnen (rd. 1.400 kN) und kann die über 15 Minuten aufrechterhalten. Zum Vergleich: Das Vorgängerschiff (Baujahr 1974) hatte eine Pfahlzugkraft von 40 Tonnen (400 kN). Eine Vollkreisfahrt bei maximaler, konstanter Geschwindigkeit steht in Norwegen ebenfalls auf dem Programm, um den taktischen Durchmesser (Wendekreis) zu ermitteln. Schließlich wird das Feuerlöschsystem samt Berieselungsanlage noch einem ausgiebigen Funktionstest unterzogen. Zurück in der Heimat landet erstmals ein Hubschrauber der Bundespolizei auf der „Scharhörn“. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung spricht „von einem Gänsehautmoment“.

MZS Scharhoern WSV jPfahlzugtest in Norwegen
(Foto: WSV)


MZS Scharhoern WSV kMit einem schweren Schäkel ist das Schleppseil am Schwerlastpoller befestigt.
(Foto: WSV)

Ein Team von Spezialisten

Am 20. April 2026 wird das Mehrzweckschiff schließlich in Rostock-Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern) feierlich getauft. Der Neubau ist das erste Schiff einer neuen Generation, die künftig eine zentrale Rolle in der „Maritimen Notfallvorsorge“ auf Nord- und Ostsee übernimmt. Mit der „Scharhörn“ habe man gezielt in die Sicherheit der Küsten und den Schutz der Meere investiert, sagt Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. „Moderne Einsatzschiffe wie dieses sind unverzichtbar, um auf Havarien schnell, wirksam und umweltgerecht reagieren zu können.“  

Die Besatzung des Hightech-Schiffs besteht aus einem 17-köpfigen Team - Schiffsführer, Wachoffiziere, Technische- und Elektrotechnische Offiziere, Schiffsmechaniker, Matrosen und Spezialisten für Schadstoffunfallbekämpfung zählen dazu. Bei einer größeren Havarie geht weiteres Personal an Bord, dass speziell ausgerüstet ist: Schiffsbrandbekämpfungseinheiten, die oftmals von den Berufsfeuerwehren der Küstenländer kommen, Notärzte und Sanitätspersonal.

Von ihrem Heimathafen in Kiel aus „operiert“ die „Scharhörn“ gemeinsam mit dem Mehrzweckschiff  „Arkona“ (Baujahr 2004, Heimathafen: Stralsund/Mecklenburg-Vorpommern) als Teil der Küstenwache auf der Ostsee. Währenddessen sind die „Mellum“ (Wilhelmshaven) und die „Neuwerk“ (Cuxhaven), die ebenfalls bald ersetzt werden, für die Nordsee zuständig. Die Schiffe, sie gehören zum Reedereizentrum der WSV, müssen im Fall einer Havarie spätestens innerhalb von zwei Stunden am Unfallort sein -  startklar zum Notschleppen, zur Öl-, Chemikalien- und Brandbekämpfung. Sie sind im normalen Alltag als Tonnenleger unterwegs und damit für die Auslegung, Einholung, Kontrolle und Wartung der Seezeichen zuständig. Neben den Schiffen der Wasserstraßen- und Schifffahrtverwaltung des Bundes zählen die Bundespolizei (See), Bundeszollverwaltung (Wasserzoll) und der Fischereischutz zum „Koordinierungsverbund Küstenwache“. (Redaktion: kfv-herford.de)

                                                                                                                                                    -Vo-

Hinweis:     Der KFV Herford benötigt ständig interessante Fahrzeugfotos der Feuerwehr und

                   übrigen Hilfsorganisationen zur Aktualisierung seiner Internetseite.

                   Bildzusendungen unter Nennung des Urhebers an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.