Die Ereignisse des Jahres
Jahresrückblick 2025 (Teil 1)
Kreis Herford. Drei verheerende Brände haben das Einsatzgeschehen 2025 im Kreis Herford überschattet: Anfang des Jahres stand eine Industriehalle in Löhne in Flammen. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, weil in dem Recyclingbetrieb Batterien explodierten. Im Sommer brannte in Herford-Schwarzenmoor ein Bauernhof bis auf die Grundmauern nieder. Glücklicherweise kamen weder Menschen noch Tiere zu Schaden. Der Brand eines Holzhauses in Kirchlengern, der sich im Herbst ereignete, verlief weniger glimpflich. Ein Mann verlor auf tragische Weise sein Leben. Doch in den zurückliegenden Monaten gab es auch Grund zur Freude. Die erweiterte Kreisfeuerwehrzentrale in Hiddenhausen-Eilshausen wurde Ende Oktober eingeweiht. Sie bietet mehr Platz und moderne Trainingsmöglichkeiten. Der Kreis Herford verfügt nun über eine Hochleistungspumpe und eine Sandsackfüllmaschine, um besser auf Hochwasserlagen reagieren zu können. Redaktion: kfv-herford.de blickt noch einmal auf das Feuerwehrjahr 2025 zurück, erinnert an die besonderen Ereignisse, aber auch traurigen Momente in den vergangenen zwölf Monaten. Teil 1 des Jahresrückblicks reicht von Januar bis Juni 2025.

Kreis Herford. Die Weihnachtszeit hat begonnen und in den kommenden Wochen erstrahlen viele Wohnungen in festlichem Lichterglanz. Adventskränze, Weihnachtsbäume und Lichterketten sorgen für eine besinnliche Stimmung. Allerdings mahnt der Kreisfeuerwehrverband Herford zur Vorsicht. „Werden echte Wachskerzen verwendet, können schnell Brände entstehen, die binnen Minuten auf die komplette Wohnungseinrichtung übergreifen“, sagt Kreisbrandmeister Bernd Kröger. Der Feuerwehrchef hat einige Tipps parat, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.
Herford. In der Herforder Innenstadt hat am Donnerstagabend (27.11.2025) der Dachstuhl des historischen Hansahauses gebrannt. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Sie konnte ein Übergreifen der Flammen auf das gesamte Obergeschoss gerade noch verhindern. Personen wurden glücklicherweise nicht ernsthaft verletzt. Dafür ist der Sachschaden, den der Brand in dem Wohn- und Geschäftshaus am Alten Markt angerichtet hat, beträchtlich. Betroffen ist auch das Schuhgeschäft im Erdgeschoss, das wohl erst einmal geschlossen bleiben muss.
Kirchlengern. Feuerwehrfahrzeuge auf Scania-Basis sind im Kreis Herford (noch) eine Seltenheit. Dabei liefert der schwedische LKW-Hersteller die Gruppenkabine gleich mit. Die Feuerwehr Kirchlengern hat sich überzeugen lassen: Ihr neues Hilfeleistungslöschfahrzeug 20 (HLF 20) ist ein Scania P 370 XT samt geräumiger CrewCab und bewährtem Ziegler-Aufbau. Redaktion: kfv-herford.de stellt den Achtzehntonner, der bei der Löschgruppe Mitte „auf dem Hüller“ stationiert ist, als Fahrzeug des Monats November 2025 vor.
Quedlinburg/Berlin. Der Zivil- und Katastrophenschutz gewinnt in Anbetracht des Kriegs in der Ukraine und der Veränderungen durch den Klimawandel zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, die Bevölkerung besser vor Katastrophen zu schützen und auf einen möglichen Verteidigungs- oder Spannungsfall vorzubereiten. Die Neuausrichtung des Zivil- und Katastrophenschutzes in Zeiten einer verschärften Sicherheitslage zählte zu den Kernthemen der 72. Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes, die am Wochenende (8.11.2025) in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) stattfand. Am Ende waren sich die Funktionäre aus dem In- und Ausland einig, dass der Bevölkerungsschutz nur gemeinsam gelingen kann. Grenzübergreifend könne man viel voneinander lernen.
Kiel/Treffurt. Das Gerätehaus der Feuerwehr steht in Flammen und die Wehrleute müssen hilflos mit ansehen, wie ihre Ausrüstung, die eigentlich Leben retten soll, verbrennt. Ein solches Worst-Case-Szenario kommt glücklicherweise nur selten vor. Weil in den Feuerwehrhäusern umfangreiches technisches Gerät bereitgehalten wird, ist die Brandgefahr allerdings nicht zu unterschätzen. Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung mit Hauptsitz in Kiel hat eine Serie von Gerätehausbränden untersucht. Die Experten kommen zu dem Schluss, dass ältere Löschfahrzeuge des Typs Iveco Magirus EuroFire und Iveco EuroCargo auffällig oft im Mittelpunkt des Geschehens standen.
Berlin/Kreis Herford. Seit dem 24. Februar 2022 tobt mitten in Europa ein grausamer Krieg. Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat die Friedensordnung grundlegend erschüttert. Vor diesem Hintergrund muss Deutschland seine Verteidigungs- und Bündnisfähigkeit neu ausrichten. „Die Herausforderungen können nicht rein militärisch, sie müssen gesamtstaatlich und gesamtgesellschaftlich gemeistert werden“, heißt es aus dem Verteidigungsministerium. Mit diesem Ziel haben Experten aus allen Bereichen der Bundeswehr, Fachleute der „Blaulichtorganisationen“ und der Wirtschaft einen geheimen, gesamtstaatlichen Verteidigungsplan aufgestellt, der ständig weiterentwickelt wird – den Operationsplan Deutschland. In Anbetracht der Bedrohungslage gewinnt der Zivilschutz, also der Schutz der Bevölkerung im Verteidigungs- oder Spannungsfall, zunehmend an Bedeutung. 